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Hans
und Sophie Scholl
Widerstandskämpfer
Geboren
09.05.1921, Forchtenberg;
22.09.1918, Ingersheim (heute zu Crailsheim)
Gestorben
22.02.1943, München (hingerichtet)
Am 18. Februar 1943 flatterten Flugblätter vom obersten Stockwerk der Münchener
Universität, die zum Sturz Hitlers aufriefen. Vier Tage später wurden
Hans und Sophie Scholl, Mitglieder der Widerstandsgruppe "Die Weiße
Rose", hingerichtet. |
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| Die
Geschwister Scholl standen dem Nationalsozialismus nicht von Anfang an
feindselig gegenüber. Zum Missfallen ihres Vaters waren sie sogar der
Hitler-Jugend beigetreten. Doch unter dem Einfluss ihres katholischen
Umfelds und insbesondere der Predigten Clemens August Graf von Galens
wurden sie zu erbitterten Gegnern des nationalsozialistischen
Terrorregimes. |

Flugblatt I der "Weißen Rose"
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Kurz
nachdem sie der verbotenen Jugendvereinigung "Deutsche Jungenschaft
vom 1.11." beigetreten waren, wurden sie bei einer Razzia verhaftet.
Hans saß fünf Wochen lang im Gefängnis. Die beiden Geschwister
versuchten daraufhin, sich dem NS-System zu entziehen, was ihnen aber
nicht gelang: Nach Beendigung der Schule musste Sophie Arbeits- und
Kriegshilfedienst ableisten, Hans wurde als Mitglied einer
Studentenkompanie während der Semesterferien an die Front geschickt.
Mit seinen Kommilitonen Christof Probst, Willi Graf und Alexander
Schmorell schrieb und verteilte er das "Erste Flugblatt der Weißen
Rose". Der Gruppe schlossen sich daraufhin Sophie Scholl, der
Philosophieprofessor Kurt Huber und andere aus dem gemeinsamen Umfeld an. |

Flugblatt III der
"Weißen Rose"
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Im
Januar 1943 erlitt die deutsche Armee bei Stalingrad eine entscheidende
Niederlage. Die Zeit für einen Umsturz schien reif. So begann das letzte
Flugblatt der "Weißen Rose" mit den Worten: "Erschüttert
steht unser Volk vor dem Untergang der Männer von Stalingrad.
Dreihunderttausend deutsche Männer hat die geniale Strategie des
Weltkriegsgefreiten sinn- und verantwortungslos in den Tod gehetzt. Führer,
wir danken dir!" |

Flugblatt V der
"Weißen Rose"
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| Als
Hans und Sophie Scholl das Flugblatt vor den Hörsälen verteilten und in
den Lichthof der Universität warfen, wurden sie vom Hausmeister
beobachtet und der Gestapo ausgeliefert. Nach viertägigem Verhör wurden
sie von Roland Freisler, dem berüchtigten Präsidenten des
Volksgerichtshofs, zum Tod verurteilt und sofort hingerichtet. Mit ihnen
starb Christof Probst. Wenige Wochen später wurden auch gegen Kurt Huber,
Willi Graf und Alexander Schmorell Todesurteile verhängt. |
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Quelle:
ZDF |
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