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Einstiegsprojekt zur konstruktiven
Konfliktbearbeitung an Schulen
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Ein Koffer gegen mieses Klassenklima
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lippe-aktuell,
12.März 2004 |
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Lippe-Detmold (ts). Konflikte zwischen Menschen - auch innerhalb von Schulklassen - sind etwas ganz Normales. Wie man mit Konflikten konstruktiv umgeht und Eskalationen vermeidet wird Kindern jedoch nicht in die Wiege gelegt, sondern muss mehr oder weniger mühsam erlernt werden. Eine große Hilfe für Schüler und ihre Lehrer kann dabei in einem silbernen Alukoffer stecken, den sich Pädagogen ab sofort bei der Kreismedienstelle ausleihen können. Der Koffer ist Prall gefüllt mit Materialien und Medien, die bei einem zweitägigen Projekt zur Konfliktarbeit benutzt werden können. Im Mittelpunkt steht dabei ein modular aufgebauter Lehrgang, der in Zusammenarbeit von Kreispolizeibehörde und der Geschwister-Scholl-Gesamtschule entwickelt wurde.
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Lösen ihre
Konflikte friedlich:
(v.links) Philip Petersen, Zeineb Gam, Hikmiye Kacan und Benjamin Esau aus
der 7a.
Foto: Schwarzmann |
»Ein Projekt wie dieses gab es vorher noch nicht. Es setzt an, bevor aus Konflikten Gewalt entsteht und ist so aufgebaut, dass sich ein Lehrer den Koffer freitags ausleihen, am Wochenende durcharbeiten und gleich am Montag mit dem Klassenprojekt starten kann«, erläuterte Michael Tölke vom
Kommissariat Vorbeugung bei der Kreispolizeibehörde. Der modulare Aufbau erleichtere es dabei, das Projekt zu verlängern oder zu verkürzen oder inhaltlich an die speziellen Bedürfnisse einer Klasse anzupassen.
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Sozialpädagoge Andreas Zastrow von der
Geschwister-Scholl-Gesamtschule erklärte den Aufbau des Projektes:
»Unter der Überschrift 'Konflikte
erkennen - bearbeiten - lösen'
wird zunächst mit einem Fragebogen der das individuelle Empfinden der Schüler zum Thema Gewalt festgestellt. In der auf insgesamt 10 Zeitstunden ausgelegten Projektphase werden dann anhand von beispielhaften Konflikt- und Gewaltszenen Lösungsstrategien erarbeitet und mit spielerischen Einlagen abgerundet.« Dabei sei es wünschenswert, dass man das Projekt außerhalb der Schule durchführe, um die sonst festgezurrte Rangordnung der Klasse aufzuweichen. Außerdem könne das Projekt nur ein Einstieg in die Konfliktbearbeitung sein, die an der Schule weitergeführt werden müsse.
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| Nachdem Teile des Projektes, das mit Hilfe des »Weißen Rings« finanziert wurde, schon bei der Ausarbeitung immer wieder im praktischen Einsatzgetestet und verbessert wurden, war in den vergangenen zwei Tagen die 7a der Geschwister-Scholl-Schule die
erste Klasse, die das ganze Programm absolvierte. Klassenlehrer Marie-Luise Lübkemann und Helmut Rischke zogen ein positives Fazit. »Das Projekt ist selbst für völlig konfliktfreie Klassen empfehlenswert, weil dadurch die Sensibilität der Schüler für Konflikt- und Gewaltpotential steigt und gleichzeitig das Klassenklima verbessert wird«, sagte Rischke. Außerdem könnten so die Schüler auch außerhalb des Klassenverbandes als Multiplikatoren wirken. |
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