Und so baut man Holzlokomotiven – Holzfachschule – Erasmus+

Der WP-NW Kurs des Jahrgangs 6 besucht im Rahmen des Erasmus+-Projektes die Holzfachschule an der Klingenbergstraße

Für die Schülerinnen und Schüler des WP-NW Kurses von Rüdiger Müller war es etwas wirklich Besonderes: Sie besuchten eine andere Schule, aber nicht einfach eine Schule, sondern eine Holzfachschule, an der man sich zum Tischler oder Baudenkmalpfleger ausbilden lassen kann.

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Katja Winkler, Lehrerin an der Holzfachschule, begrüßte den Kurs und gab eine kurze Führung durch die verschiedenen Unterrichtsräume, um die Gruppe dann in den Werkraum zu Herrn Heine zu führen, der mit ihnen praktisch arbeiten wollte.

Hier lernten sie interessante Dinge über Holzarten, die sie selbst anfassen konnten, um die unterschiedliche Struktur zu erspüren. Laubbäume wie Buche, Ahorn, Eiche usw., erzählte Herr Heine, sind kurzfaserige Holzarten und werden vorwiegend zum Bau von Möbeln verwendet. Beispiele hatten sich alle zuvor bei der Führung ansehen können, denn die Auszubildenden fertigen Stühle, Tische und andere Möbelstücke an. Nadelholz wie Fichte hingegen ist langfaserig und wird für Hausbaukonstruktionen eingesetzt.

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Doch dann ging es an die Arbeit. Alle konnten sich vorgefertigte Holzrollen aus einem Karton nehmen. Das waren die Räder für die Holzloks, die jeder bauen sollte und die mussten glatt geschmirgelt werden. Das heißt „die Kanten abbrechen“, damit keine möglichen Splitter an den Rändern überstehen.

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Im nächsten Schritt mussten kleine Löcher in die Holzrollen gebohrt werden und das war gar nicht so einfach, wie mehrere Schüler feststellten. Man muss nämlich ganz langsam den Hebel bedienen, sonst wird das Holz von dem Bohrer festgedreht und aus der Fassung geworfen. Man kann sich dabei ernsthaft verletzen. Wie man auf dem Foto sieht, wird das Holzstück mit den Fingern festgehalten. Einige Male musste Herr Heine die Finger ganz schnell wegziehen, weil der Hebel zu schnell heruntergedrückt wurde und seine Finger nicht mehr das Holzstück, sondern den Bohren anfassten.

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Als Achsen für die Räder wurden dann lange Buchenstäbe in passende Längen gesägt. Wieder etwas, was sich einfach anhört, es aber gar nicht ist. Denn auch für das richtige Halten und Ziehen der Säge – obwohl sie am Tisch festgeschraubt ist – muss man ein feines Gespür entwickeln.

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Die Achsen mussten nun in die Räder gesteckt werden. Doch zuvor kam ein Tropfen Holzleim in das Loch, damit sie auch zusammenstecken bleiben.

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Herr Heine hatte mit seinen Schülern schon Lokomotiven vorgefertigt, denn sonst hätte die Zeit nicht ausgereicht, um jedem eine Lok mitgeben zu können. Es ging jetzt also noch um das Zusammenstecken und Verbinden der Räder mit der Lok.

Ganz stolz präsentierten die ersten ihre Holzlokomotiven.

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Einige hatten sofort die Idee, ihre Loks zu einem langen Zug zusammenzustecken und auszuprobieren, ob er auch gut läuft bzw. sich gut über den Boden ziehen lässt. Ja, es funktionierte prima!

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Sie konnten sich gar nicht mehr trennen von ihren Zügen und kamen auf immer neue Ideen, mit ihnen zu spielen.

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Für den WP-NW Kurs war der Ausflug eine interessante Ergänzung zu ihrem Unterricht. Sie hatten sich zuvor unter dem Oberthema Müll mit Papier auseinandergesetzt und gelernt, wie Papier, das ja aus Holz hergestellt wird, wiederverwertet werden kann. Altpapier haben sie in Wasser eingeweicht, zu einem Brei verarbeitet, auf Schöpfrahmen gelegt und Seiten hergestellt. Das Arbeiten mit Holz bietet eine Fortsetzung des Unterrichtsvorhabens.

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