Erasmus+ – Exkursion zu Kronospan in Sandebeck 

Einen Vormittag lang hatte die Klasse 9d von Frau Böger und Frau Bieberle die Gelegenheit, einen weltweit operierenden Spanplattenhersteller in unserer Region zu erkunden: Kronospan in Sandebeck. Kronospan ist ein österreichisches Unternehmen mit 40 Standorten, das weltweit Holzwerkstoffe und Laminatböden herstellt. In Sandebeck werden ausschließlich Spanplatten hergestellt, die von Rohplatten bis hin zu beschichteten mittel- oder hochverdichteten und beschichteten Teilen angefertigt werden. Je nach Wunsch der Kunden, z.B. Küchenherstellern, werden die Platten in gewünschte Größen zugeschnitten.

Diese und weitere Informationen erhielt die Klasse bei einer kurzen Einführung von Marcel Büttemeyer im Konferenzraum des Betriebes

Diese und weitere Informationen erhielt die Klasse bei einer kurzen Einführung von Marcel Büttemeyer im Konferenzraum des Betriebes

Für die dann folgende Besichtigung erhielten zunächst alle aus Sicherheitsgründen eine Warnweste, denn auf dem Gelände fahren ständig LKW und andere Maschinen herum. Von denen sollte man besser gesehen und wahrgenommen werden!

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Die Klasse wurde in drei Gruppen aufgeteilt. Frau Bieberle (rechts) steht hier mit einer Gruppe und alle warten gespannt auf die Führung

 

Durchgeführt wurde die Besichtigung (von links) von Rainer Pantel, Elektromeister und zuständig für Arbeitssicherheit und Brandschutz, Karl Diekmann, Feuerwehrmann und zuständig für Brandschutz. Marcel Büttemeyer arbeitet in der Personalabteilung und hat für uns die Besichtigung organisiert. Jörg Liebeck ist Verfahrenstechniker und zuständig für Umweltschutz und Managementsysteme

Durchgeführt wurde die Besichtigung (von links) von Rainer Pantel, Elektromeister und zuständig für Arbeitssicherheit und Brandschutz, Karl Diekmann, Feuerwehrmann und zuständig für Brandschutz. Marcel Büttemeyer arbeitet in der Personalabteilung und hat für uns die Besichtigung organisiert. Jörg Liebeck ist Verfahrenstechniker und zuständig für Umweltschutz und Managementsysteme

Während der eineinhalbstündigen Führung erfuhr die Klasse wie aus Holzstämmen in riesigen Schneidemaschinen Späne gemacht werden, die als große Halden auf dem Gelände zu sehen waren. Aber nicht nur Baumstämme werden zu Spänen verarbeitet, sondern auch Holz aus abgerissenen Gebäuden, z.B. Fensterrahmen, Türen, Holzdecken usw. Das Problem dieses Holzes ist allerdings, dass sich darin Nägel, Plastik, alle Arten von Metall und mehr befinden, die in einem bestimmten Verfahren herausgetrennt und gesondert behandelt werden. Holzabfälle werden übrigens immer wiederverwertet zur Energiegewinnung für den Betrieb.

Holzspäne enthalten bis zu 80% Feuchtigkeit und um sie sinnvoll verarbeiten zu können, müssen sie erst getrocknet werden. Das geschieht in überdimensional großen Trommeln und Behältern. Darüber ragt ein großer Schornstein, aus dem der Wasserdampf in Form einer großen weißen Fahne aufsteigt.

Überraschend für alle war die Tatsache, dass viele Produktionsabläufe – das Pressen der Späne zu Platten, das Zuschneiden, das Beschichten usw. – alles automatisiert passiert und an den entsprechenden Stellen von Mitarbeitern an vielen Computermonitoren überwacht und geregelt werden.

In diesem Zusammenhang wies Rainer Pantel die Schüler immer wieder darauf hin, dass er, der seit 29 Jahren bei Kronospan arbeitet, diesen Prozess der Automatisierung selbst erlebt hat. Wenn an einer Maschine früher fünf Männer gearbeitet haben, dann sind es heute noch drei. Darum gab er allen den Rat mit auf dem Weg, sich in der Schule anzustrengen, sich im Endspurt noch einmal viel Mühe zu geben, um gute Noten zu bekommen, denn es würden

nur noch qualifizierte Fachkräfte gesucht. Die einfachen Handlangertätigkeiten, die früher von Hilfsarbeitern durchgeführt wurden, gibt es nicht mehr.

Um genauer zu erfahren, in welchen Bereichen Kronospan ausbildet, hatte Marcel Büttemeyer drei Auszubildende bzw. einen schon ausgebildeten Mitarbeiter gebeten, für die Fragen der Klasse zur Verfügung zu stehen. Marcel Eickhoff stand Rede und Antwort zum Beruf des Industriemechanikers, Joline Henneke befindet sich im zweiten Ausbildungsjahr als Industriekauffrau und Marek Thiele klärte auf über den Beruf des Elektronikers für Betriebstechnik. Diese einmalige Gelegenheit nutzte die Klasse 9d, um aus erster Hand zu erfahren, wie eine Ausbildung abläuft und was man dabei alles lernt.

Für diesen sehr eindrucksvollen Vormittag bedankte sich eine Schülerin herzlich bei Herrn Büttemeyer. Wie in den Gesprächen deutlich wurde, waren alle beeindruckt von der Größe des Geländes, der Größe der Maschinen, der Pressen, Sägen und der vielen Computer. Kommentar eines Schülers: „Ich muss meine Computerkenntnisse verbessern. Nur Schreibprogramm und Spiele spielen können, reicht nicht.“ In der Tat eine wichtige Erkenntnis!

Allgemein, Berufsqualifizierung

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