Ganz persönlicher Beitrag zu Nachhaltigkeit und Klimaschutz

Pressemitteilung von Peggy Pfaff (Landesverband Lippe)

Schülerinnen und Schüler der Geschwister-Scholl-Gesamtschule Detmold
haben in einem Wald des Landesverbandes Lippe Bäume gepflanzt
Detmold, 03. Mai 2018. Man nehme eine Wiedehopfhacke oder einen Hohlspaten, hebe damit fachgerecht ein Pflanzloch aus, setze das junge Bäumchen ein, häufe ordentlich Erde zurück ins Pflanzloch und trete die Erde mit den Schuhen fest: Glaubt man dieser Kurzanleitung, scheint es kinderleicht zu sein, einen Baum zu pflanzen.
Dass dem nicht so ist, stellten 17 Schülerinnen und Schüler der Geschwister-Scholl-Gesamtschule Detmold bei einem ungewöhnlichen Ausflug zum Landesverband Lippe fest. Sie hatten sich gewünscht, einmal einen Baum zu pflanzen. Im Waldgebiet Am Kupferberg in Detmold durften sie unter Anleitung von Förster Hermann Kaiser
und den beiden Forstwirten Frank Lauhöfer und Hans Gwiasda „Hand anlegen“.

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„Seit dem Schuljahr 2016/17 läuft an unserer Schule ein Erasmus+-Projekt zum Thema ‚Wald‘, bei dem wir mit unserer finnischen Partnerschule Mertala aus Savonlinna kooperieren. Im Rahmen dieses Projektes hatten Schülerinnen und Schüler der 10. Klasse die Idee entwickelt, Bäume zu pflanzen“, berichtet Lehrerin Carina Grewe.
„Sie sehen darin eine schöne Aktion zum Abschluss ihrer Schulzeit, aber auch einen wichtigen Beitrag zur Nachhaltigkeit und zum Klimaschutz. Es ist großartig, dass ihr Wunsch heute und hier in Erfüllung geht.“
Förster Hermann Kaiser hatte zuvor ein passendes Areal für die Baumpflanzaktion ausgesucht, die beiden Forstwirte Frank Lauhöfer und Hans Gwiasda hatten junge Kiefern aus einem Waldgebiet am Donoper Teich ausgegraben, um diese am Kupferberg von den Schülerinnen und Schüler einpflanzen zu lassen. „Diese Kiefern sind einzigartig: Sie stammen aus dem Samen von rund 205 Jahre alten Kiefern, die am Donoper Teich wachsen und wahrscheinlich zu einer alten, ostwestfälischen Standortrasse gehören. Von dieser gibt es nicht mehr viele Vorkommen. Wir wollen ihr Erbgut unbedingt erhalten, u. a. auch, weil sie eine sehr gute Holzqualität aufweisen“, sagte Hermann Kaiser.

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Die jungen Baumliebhaber folgten wissbegierig den Erläuterungen von Frank Lauhöfer und Hans Gwiasda und pflanzten dann selbst jeweils eine junge Kiefer. Dazu gehörte das Ausheben von Pflanzlöchern mit Wiedehopfhacke oder Hohlspaten, die Pflanzung wurzelnackter Pflanzen, bei der die Wurzeln vor dem Einsetzen der Bäume zu beschneiden sind, oder die Ballenpflanzung. Nach getaner Arbeit zogen die Schülerinnen und Schüler einmal kurz am Wipfel „ihres“ jungen Bäumchens, um so festzustellen, ob es fest und gut im Boden sitzt. Auch Lehrerin Carina Grewe pflanzte eine junge Kiefer, so dass am Ende 18 junge Bäume in das vorgesehene Areal eingebracht waren. Und für viele von ihnen stand fest: „Wir kommen ab und zu mal wieder, um zu schauen, wie unsere
Bäume gedeihen.“

Allgemein, Kultur

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