Zurück aus Savonlinna mit vielen neuen Eindrücken und Erlebnissen

Elf Achtklässler waren zum Austausch für eine Woche in unserer Partnerstadt Savonlinna, Finnland. Im Rahmen des Erasmus+-Projektes zum Thema Wald gab es jeden Tag gemeinsame Aktivitäten mit den Schülern und Schülerinnen unserer Partnerschule Mertala, die uns den finnischen Wald näher brachten.

Gleich am ersten Tag gab es eine Führung durch ein Arboretum (eine Baumsammlung). In Punkaharju werden nämlich Bäume aus allen Teilen der Welt gesammelt und gepflanzt und Wissenschaftler beobachten, welche Bäume wie in diesem nordischen Klima gut wachsen.

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Wusstet ihr z.B., dass es Nadelbäume gibt, deren Zapfen am Stamm wachsen? Wir nicht!

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Ganz in der Nähe des Arboretum liegt das Waldmuseum Lusto. Das haben wir uns auch angesehen, denn hier wird gezeigt, was im Wald wächst, welche Tiere dort leben und wie die Menschen früher Bäume gefällt und die Stämme über Flüsse zu den Sägewerken
transportiert haben. Natürlich gibt es noch viel mehr zu entdecken, z.B. eine Elchfamilie in ihrer ganzen Größe.

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Am nächsten Tag ging es dann richtig in den Wald. Ziel war Tervastupa, die Stelle, wo wir in Zelten übernachten sollten. Ausgestattet mit Orientierungskarten, iPads und dem Auftrag bestimmte Waldtypen, Beeren usw. zu fotografieren, wanderten wir ca. 10 km durch ganz abgelegene Waldstücke. Netterweise hat die Schule dafür gesorgt, dass wir unterwegs an einem Grillplatz vorbeikamen und einige Helfer für uns ein Lagerfeuer angezündet hatten. Darauf wurden dann Würste gebraten, damit wir es bis zum Zeltplatz schaffen konnten.

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Unterwegs gab es unendlich viele Pilze zu sehen. Auch Blaubeeren, aber die gab es nur noch vereinzelt, denn ihre Zeit war eigentlich vorbei. Preiselbeeren gab es noch viele.

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Wir sind an riesigen Ameisenhaufen vorbeigekommen! So große findet man bei uns eher nicht, denn wir haben nicht so viele Fichtenwälder.

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Und weiter ging’s über große Felsen, auf denen Flechten und Moose wachsen. Unterwegs kamen wir auch an sogenannten Laavus vorbei. Das sind schräge Holzdachkonstruktionen, die Wanderer vor Regen schützen und wenn sie dort nachts übernachten, können sie sich am davorliegenden Lagerfeuer wärmen.

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In Tervastupa angekommen mussten die Zelte aufgebaut werden und nach getaner Arbeit konnte man sich am See und später in der Sauna entspannen. Das war schon ein besonderes Erlebnis! Wo kommt man in Deutschland an einen Zeltplatz mit Sauna? Die musste natürlich von uns aufgeheizt werden. Einige finnische Schüler, die wissen wie das geht, holten Holzscheite aus dem Schuppen, zündeten das Feuer an und holten Wasser aus dem See in Eimern und stellten sie in die Sauna. So hatten wir warmes Wasser zum Waschen.

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Am schönsten war es dann am Lagerfeuer, als Wahrheit oder Pflicht gespielt wurde.

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Am nächsten Morgen ging es dann mit Sack und Pack zum Bus, der uns zurück zur Schule brachte.

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Die großen Wälder in Finnland werden natürlich auch wirtschaftlich genutzt, d.h. viele Bäume werden gefällt und das Holz überall in der Welt verkauft. Und um diese Arbeit leisten zu können, müssen Forstmaschinen-Führer ausgebildet werden. In Samiedu, einer Berufsschule in Savonlinna, werden Schüler dazu ausgebildet. An Simulatoren lernen sie, wie man mit einem Harvester Bäume fällen, entasten und in Stücke schneiden kann. Das durften wir selbst einmal ausprobieren und haben festgestellt, dass das überhaupt nicht einfach ist. Kein Wunder also, dass an den Simulatoren mindestens drei Monate lang geübt werden muss, bis man alle Funktionen beherrscht. Die gesamte Ausbildung dauert drei Jahre.

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Eine schöne Tradition in an der Mertala Schule ist es, typisch finnische Gerichte zu kochen. Das haben wir auch dieses Mal wieder gemacht. Es gab Carelian Pies oder Piroggen mit Eibutter und einen leckeren Früchtequark als Nachtisch. Mmmmh!

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Auch das Kirchbootrudern war wieder auf dem Programm. Wichtig bei dieser Art des Ruderns ist es, dass alle im gleichen Rhythmus das Paddel durchs Wasser ziehen. Das klappte nicht immer so gut…

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Am letzten Tag wurde dann alles, was wir in der Woche gesehen und gemacht haben in Powerpoints zusammengefasst, auf Englisch, Finnisch und Deutsch übersetzt und mit dem Bildmaterial von den iPads versehen.

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Denn abends, beim Abschiedsfest mit Gasteltern, Geschwistern und Freunden, haben wir unsere Arbeitsergebnisse vorgestellt. Auch dieser Abend war typisch finnisch: Nach dem leckeren Essen, das die Eltern mitgebracht hatten, konnten alle in die anliegende Sauna gehen und hinunter zum See laufen und schwimmen.
Übrigens: Die Magic Voices hatten einen tollen Auftritt und alle im Saal waren begeistert von ihnen!

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Es war eine Woche voller neuer Eindrücke und Erlebnisse! Da alle in Gastfamilien untergebracht waren und sie in der Freizeit ebenfalls noch viel unternommen haben, ist dies nur ein kleiner Ausschnitt der Aktivitäten. Wir freuen uns darauf, unsere Partner im Mai 2019 in Detmold begrüßen zu können!

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