Juniorwahl zur Europawahl 2019

In der vergangenen Woche waren insgesamt 455 Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufen 9 bis 12 zur Teilnahme an der Europawahl aufgerufen. Als Wahlhelfer/innen organisieren die Schüler/innen selbstständig den Wahlvorgang. Nur wer seine Wahlbenachrichtigung oder einen Lichtbildausweis dabei hatte und im Wählerverzeichnis eingetragen war, erhielt auch einen Stimmzettel. Danach ging es in die Wahlkabine und dann zur Stimmenabgabe an die Wahlurne.

Schüler bei der Stimmabgabe im Wahlbüro

Schüler bei der Stimmabgabe im Wahlbüro

Bei den Schüler/innen kam das Projekt gut an: „Wir haben im Unterricht über die Themen des Wahlkampfs und die Parteien gesprochen. Das war richtig spannend und heute gehe ich wählen, das ist gut.“ „Man sieht schon mal, wie das so ist bei einer Wahl.“ „Ich fände das gut, wenn ich auch am Sonntag richtig wählen könnte.“ „Das wird interessant, wenn wir unser Ergebnis mit dem Bundesergebnis vergleichen.“ „Wählen gehen ist ein wichtiger Beitrag zu unserer Demokratie, das sollten eigentlich alle machen.“ Es gab aber auch kritische Stimmen: „So eine Simulationswahl, die bringt doch nichts. Außerdem wählen doch manche nur einfach so aus Spaß irgendwelche Parteien.“

Eine berechtigte Kritik? Welches Ziel verfolgt die Juniorwahl? – Wissenschaftliche Untersuchungen haben gezeigt, je früher Jugendliche an Politik und Wahlen herangeführt werden, desto wahrscheinlicher ist es auch, dass sie im späteren Leben an den Wahlen teilnehmen. Die Juniorwahl hat zudem einen positiven Einfluss auf das politische Kommunikationsverhalten: Auf dem Schulhof wird über Politik diskutiert. Der Impuls der Juniorwahl und die Debatten werden darüber hinaus in die Familien getragen, was sich positiv auf die politische Partizipation der Eltern auswirkt.

Unterstützt wird das Schulprojekt „Juniorwahl“ aus diesem Grund unter anderem vom Land Nordrhein-Westfalen, dem Bundesministerium für Familie, Senioren, Frau und Jugend und der Bundeszentrale für politische Bildung. Insgesamt beteiligten sich bundesweit 2760 Schulen an der Juniorwahl zur Europawahl 2019, davon 451 Schulen aus NRW.

Schüler/innen bildeten den Wahlvorstand

Schüler/innen bildeten den Wahlvorstand

Bereits bei der Öffnung des Wahllokals um 8 Uhr herrschte starker Andrang und die Wahlhelfer/innen hatten alle Hände voll zu tun. Bis 13 Uhr blieb das Wahllokal geöffnet. Danach erfolgte die mit großer Spannung erwartete Stimmenauszählung. Die Parteienlandschaft wird in Zukunft wahrscheinlich viel bunter werden. Mit deutlichem Abstand wurden die Grünen stärkste Kraft. Die großen Volksparteien wurden von den Jungwähler/innen kaum gewählt.

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Die Ergebnisse werden im Unterricht sicherlich eingehend analysiert werden.

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