Geimpfte Erwachsene schützen ungeimpfte Kinder – SARS-CoV-2

P1060378 (3)„Würden Sie Ihr Kind in ein volles Fußballstadion schicken, wenn Sie wissen, dass 160 Kinder mit einer Corona-Infektion wieder herauskommen?“ Dies fragte der Chefarzt der Kinder- und Jugendmedizin in Detmold, Prof.Dr. Thomas Brune, am Donnerstagabend die ElternpflegschaftsvertreterInnen in der Aula unserer Schule. Er war gekommen, um die Eltern über die Impfung gegen das Corona-Virus zu informieren.

Natürlich würde ich das nicht tun! Aber diese Frage zeigt deutlich, wie hoch die Ansteckungsgefahr für unsere Kinder im Moment durch die aggressive Delta-Variante ist. Die Kurve der ungeimpften infizierten Kinder und Jugendlichen unter 19 Jahren geht steil nach oben. Die Kleinsten unter zwei Jahren trifft es besonders stark. „Egal“, könnte man jetzt sagen, „die Kinder werden ja nicht so krank.“ Das stimmt auch – aber leider nur zum Teil. Sie können zum Beispiel das PIMS-Syndrom bekommen und das kann bis zu einer Herzbeutelveränderung führen. Das hatten bis jetzt 5 von 4000 infizierten Kindern in Detmold. Und der Herbst steht uns noch bevor!

Sind unsere Kinder deswegen schutzlos, weil die bis 12-Jährigen zurzeit nicht geimpft werden können?

„Nein!“, so der Chefarzt. „Sie sind dann nicht schutzlos, wenn wir uns als Erwachsene impfen lassen und so dem Virus die Möglichkeit nehmen, andere anzustecken. Und das geschieht nicht in der Schule, sondern überwiegend zu Hause! Die Kinder haben hart unter dem Lockdown gelitten. Jetzt sind sie auf die Bereitschaft der Erwachsenen angewiesen, dass diese sich impfen lassen. So können wir unsere Kinder am besten schützen.“

Und natürlich durch die Impfung der Über-12-Jährigen. Die können ja überall z.B. im Impfbus ganz einfach geimpft werden – ebenso wie alle anderen, die älter und noch ungeimpft sind. Der miese Tag nach der Impfung ist allemal leichter auszuhalten als die schwere Erkrankung, die droht.

Eine Zahl noch zum Schluss: Letzte Woche waren fast alle Menschen, die auf der Intensivstation mit Corona in Detmold lagen, ungeimpft. Impfdurchbrüche, also Erkrankungen trotz der Impfung, gibt es, aber nur bei einem von zehn – und die Erkrankungen verlaufen auch längst nicht so schlimm.

Infos der Schulleitung

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