Unsere Fahrt nach Buchenwald

Detmold, Januar 2022.
In der AG Buchenwald haben wir im November 2021 einen zweitägigen Ausflug in das frühere Konzentrationslager Buchenwald in Weimar gemacht. Davor haben wir uns in der AG auf dieses Wochenende vorbereitet. Verschiedene Personen besuchten uns und erzählten uns Vieles über die Geschichte und Formen der Konzentrationslager.

Wir haben uns zum Beispiel den Aufbau eines Lagers genauer angeschaut und erfahren, wie es den Nazis gelungen ist mit nur wenigen Männern so viele Menschen unter schlechtesten Bedingungen in Gefangenschaft zu halten und zu kontrollieren. Wir haben also etwas über die Befehlskette der Nazis gelernt. Eine der wichtigsten Methoden, um die Insassen zu kontrollieren, war ihre Kennzeichnung. Dadurch wurden die Insassen in kleinere Gruppen unterteilt. Die „Dreiecks-Kennzeichnung“ der Häftlinge in den KZs wurde 1936 eingeführt. Diese mussten sie auf ihrer Kleidung tragen. Es gab sechs verschiedene Kennzeichen, die den Haftgrund angaben: Politisch (Rot), Kriminell (Grün), Emigrant (Blau), Bibelforscher (Lila), Homosexuelle (Pink), Asozial (Schwarz), Juden (Gelber Judenstern).  Außerdem gab es weitere Kennzeichen, wie ein Dreieck mit einem Strich obendrauf, was „wiederholter Insasse“ bedeutete.

An dem Tag, als wir den Ausflug gemacht haben, sind wir 5 Stunden lang mit dem Bus nach Weimar gefahren. In Weimar angekommen, sind wir direkt weiter zum ehemaligen KZ Buchenwald gefahren. In einem Einführungsfilm erfuhren wir, wie das Lager aufgebaut war und wie der Tagesablauf der Insassen aussah, wie sie geschlafen, gegessen, gearbeitet haben und wie sie bestraft wurden. Ebenfalls wurde der harte Weg der Insassen gezeigt – wie sie von dem Bahnhof in Weimar zu dem Ettersberg (der etwa 10 Kilometer entfernt ist) zu Fuß gehen mussten, egal wie das Wetter war. Danach teilten wir uns in vier Gruppen auf und wurden durch das Gelände geführt. Als wir durch das ehemalige Konzentrationslager liefen, wurde uns bewusst, wie real das alles war. Besonders in Erinnerung geblieben sind uns die Verbrennungsanlagen, denn diese waren noch vollkommen intakt.

Eine weitere Sache, die uns besonders in Erinnerung geblieben ist, ist das Feld, auf dem man die mit Kies markierten Flächen, auf der früher die Hütten der Insassen standen, gesehen hat. Da wurde uns die Größe des Lagers bewusst.

Nach der Tour sind wir alle in ein nettes Hostel gefahren, in dem wir die Nacht verbrachten. Am nächsten Tag sind wir noch alle in die Innenstadt Weimars gefahren. So können wir auch noch schöne Sachen mit Weimar verbinden.

Salman, Conner, Sevim, Alessia (Klasse 10a)

 

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